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BPMN 2.0 in der BPMN-Community

Markus Güntert, 2 Jahre, 5 Monate

Markus Güntert 04.09.2009 10:30

Eine Beta-Version der Spezifikation zu BPMN 2.0 erscheint im September, die endgültige Version ist für Juni 2010 angekündigt (siehe Bruce Silver). Die Weiterentwicklung von BPMN sieht eine explizite Ausführungssemantik vor und bietet neben einem Metamodell ein einheitliches Austauschformat. BPMN 2.0 steht damit ganz im Zeichen der Tool-Anbieter, da sich die Mächtigkeit der Sprache nun bis in die Ausführungsebene erstreckt.

Wir haben versucht, sämtliche Inhalte zu BPMN 2.0 in der BPMN-Community zusammenzutragen. Hier ein Überblick über die wichtigsten Neuerungen und Erweiterungen der Sprachsyntax:

  • Mit BPMN 2.0 werden zwei gänzlich neue Diagrammtypen eingeführt, das Conversation-Diagramm und das Choreography-Diagramm. Der Fokus dieser Modelle liegt in der Kommunikation über Unternehmensgrenzen hinweg. Dabei spielen die jeweiligen internen Prozesse weniger eine Rolle als die globale Interaktion der Prozessbeteiligten. Ein Tutorial, in dem die neuen Diagrammtypen erläutert werden, findet sich unter http://de.bpmn-community.org/tutorials/33/
  • Ebenfalls grundlegend neu ist das Escalation-Event. Es dient der Modellierung von dem bisher nur kompliziert auszudrückenden Fall der Eskalation, bei dem eine nächsthöhere Instanz involviert werden soll. Ein entsprechendes Tutorial ist hier zu finden: http://de.bpmn-community.org/tutorials/31/
  • Im Bereich der Subprozesse gibt es eine entscheidende Erweiterung: Event-Subprozesse. Diese dienen der Verarbeitung von innerhalb eines Subprozesses auftretenden Events. Dabei wird unterschieden zwischen unterbrechenden (interrupting) und parallelen (non-interrupting) Events. Außerdem ist es mittels Call Activities nun möglich, Referenzen auf global definierte Subprozesse zu definieren. Sowohl Event-Subprozesse als auch Call Activities werden hier näher erläutert: http://de.bpmn-community.org/tutorials/26/
  • Verfeinert wurde ebenfalls die Datenmodellierung. So ist es nun möglich, auch persistente Speicher wie Datenbanken zu modellieren. Außerdem können nun globale Prozess Ein- und Ausgaben spezifiziert werden. Das entsprechende Tutorial wurde um die neuen Konstrukte erweitert: http://de.bpmn-community.org/tutorials/20/
  • Zwar nicht grundlegend neu, aber dennoch in ihrer Ausführungssemantik bedeutend sind die Gateways Exclusive Event-based Gateway (instantiate) und Parallel Event-based Gateway (instantiate). Diese stehen am Anfang von Prozessen. http://de.bpmn-community.org/tutorials/16/

Wir nutzen nun die neueste Version des Oryx-Editors, der neben vielen Usability-Verbesserungen nun auch BPMN 2.0 unterstützt. Abschließend möchte ich erwähnen, dass die Inhalte keinerlei Ansprüche auf Vollständigkeit erheben. Ich freue mich über Ihre Anregungen und eine rege Beteiligung. Gerade im Bereich der Best Practices sollte einiges auf uns zukommen.

Im Namen der BPMN-Community,
Markus Güntert

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